Vom Mindfuck zum Mindshift

Der Gedanke ist das Problem. Immer.

Je mehr ich mich mit Gedanken beschäftige, umso mehr erkenne ich die Natur der Gedanken. Ich beschäftige mich dabei nicht mit dem Inhalt der Gedanken, sondern mit ihrer Natur. Das ist etwas völlig anderes. Mir ist es also egal, was der Gedanke gerade erzählt. Es ist ja sowieso immer das Gleiche. Es geht um Urteile, es geht um Angst, darum, dass man unfair behandelt wurde, nicht respektiert wurde, irgendetwas getan oder nicht getan hat, irgendetwas tun oder nicht tun sollte, irgendetwas geschehen oder nicht geschehen soll oder dass etwas nicht passieren darf oder nicht hätte passieren dürfen. Geschichten über Geschichten.

Stell dir jedoch für einen kurzen Moment vor, was mit dir passieren würde, wenn du diesem Gedankenspiel keine Bedeutung mehr gäbest. Und nun stelle dir außerdem noch vor, dass du alles Negative, was bisher in deinen Erinnerungen gespeichert war, ganz plötzlich vergisst.

Wenn du denkst, dass du das nicht schaffen kannst, ist das kein Problem, es ist auch nur ein Gedanke. Wieder einmal. Es ist immer nur ein Gedanke. Alles, was uns im Wege steht, ist immer nur ein Gedanke.

Dr. Timo Eifert   Vom Mindfuck zum Mindshift

Photo by Simon Wilkes on Unsplash

Alles, was uns im Wege steht, ist immer nur ein Gedanke

Bitte überprüfe diesen wichtigen Satz in den nächsten Tagen in deinem Leben. In den seltensten Fällen steht dir ein leibhaftiger Riese im Wege, also etwas Physisches. Was dir im Wege steht, sind immer Gedanken und die daraus entstehenden Geschichten.

Aber wenn dem so ist, und dem ist so, hat das doch eine enorme Konsequenz. Dann gibt es nur eine einzige Sache zu lernen: wir dürfen lernen, mit unseren Gedanken umzugehen. Und das ist leichter als bisher gedacht!!! Denn wir müssen nicht unsere Gedanken heilen. Und schon gar nicht müssen wir uns selbst heilen. Wir dürfen nur anerkennen, dass es immer Gedanken sind, die uns im Wege stehen.

Wir müssen nicht gegen unsere Gedanken kämpfen, wir dürfen sie anerkennen und akzeptieren. Wir dürfen die Natur der Gedanken akzeptieren, genauso wie wir das Wetter anerkennen und akzeptieren. Es nützt ja auch nichts, sich über den Regen aufzuregen. Und bei Gedanken ist das ähnlich.

Das, was die meisten Menschen davon abhält, ihr eigenes Leben zu leben, ist die Angst, die Feigheit, die Faulheit und die Bequemlichkeit. Aber es gibt gar keine Angst, es gibt nur Gedanken, die Angst machen. Es gibt auch keine Feigheit, es gibt nur Gedanken, die feige machen. Es gibt auch keine Faulheit, sondern nur Gedanken, die faul machen. Und es gibt auch keine Bequemlichkeit, es gibt nur Gedanken, die uns bequem machen.

Der Gedanke ist das Problem. Immer. 

Vom Mindfuck zum Mindshift

Wenn Menschen mit einem Problem zu mir kommen, egal welcher Art, durchlaufe ich mit meinen Klienten immer den gleichen Prozess.

Hinter dem Problem steht immer ein Gedanke und eine Geschichte. Mein Coaching besteht darin, den Menschen zu helfen, den wahren Kern ihres Gedankens oder ihrer Geschichte zu finden.

Und das wird ihnen nie gelingen. Sie entdecken immer nur, dass ein Gedanke oder eine Geschichte, egal wie schlimm sie auch ist, keinen wahren Kern hat. Es bleibt immer eine Geschichte in unserem Kopf.

Das wirklich Spannende dabei ist: Dieser Prozess funktioniert immer, weil wir mit jeder Geschichte an eine Grenze stoßen. Egal, was in der Welt geschieht, egal, was gerade mit dir geschieht oder geschehen ist, das kann im extremen Fall ein Unfall, ein Schicksalsschlag oder eine Todesdiagnose sein. Am Boden der Geschichte stoßen wir immer wieder auf die gleiche Frage. Und diese Frage beginnt immer mit dem gleichen Wort: warum?

Die Frage nach dem "Warum" können wir nicht beantworten

Und diese Frage können wir schlichtweg nicht gedanklich und vernünftig beantworten, denn dazu bräuchten wir die Wahrheit, die Spielregeln des Lebens, den Gesamtüberblick.

Manchmal ertappe ich mich dabei, wie ich ein Zwiegespräch mit den Kritikern dieses Beitrages führe – und Kritik ist ja auch absolut legitim, zumal es sich ja bei allem, was ich schreibe, nur um eine Geschichte handelt.

Aber manchmal wünsche ich mir auch so ein Gespräch mit einem, der offen sagt, dass das doch alles Quatsch sei. Und dann würde ich ihn bitten, sich das schlimmste Ereignis vorzustellen, das ihm in seinem Leben widerfahren könnte. Und nachdem er das getan hätte, würde ich ihn fragen, was genau an diesem Ereignis das Schlimme für ihn sei. Und dann würde er nicht umhinkommen, mir eine Geschichte zu erzählen. Und das aus einem simplen Grund: weil er die Wahrheit nicht kennt. Genauso, wie wir alle.

Es geht nicht darum sich die Welt schön zu reden

Und bitte glaube nicht, dass es hierbei darum geht, sich die Welt schön zu reden. Nein, darum geht es ganz und gar nicht. Es geht einfach um die Art und Weise, wie unser Verstand funktioniert. Er gibt willkürlich Bedeutung.

Es liegt in unserer Macht, jedem Ereignis, das uns widerfährt, die Bedeutung zu geben. Es ist nicht immer die Bedeutung, die wir wollen, aber wir tun es. Unser Verstand tut es. Aber diese Bedeutung ist nicht wahr. Sie ist möglich.

Und deshalb stellt sich immer wieder die gleiche Frage. Warum sollten wir an einem Gedanken oder einer Geschichte, die keinen wahren Kern hat, festhalten? Das ergibt keinen Sinn, zumindest dann nicht, wenn die Geschichte oder der Gedanke nicht hilfreich sind.

So unzweckmäßig auch das Festhalten an alten, gebahnten Denkmustern sein mag, so leisten sie doch etwas sehr Bedeutsames: Sie sind vertraut und bieten – vor allem dann, wenn viele andere Menschen auch so denken und mit denselben Einstellungen und Überzeugungen herumlaufen – Sicherheit.

Sich davon zu lösen, macht Angst. Deshalb müssen Menschen, die Neues denken wollen, diese Angst überwinden. Das einzige Gegenmittel gegen Verunsicherung und Angst – auch das können die Hirnforscher inzwischen mithilfe ihrer bildgebenden Verfahren objektiv und empirisch nachweisen – ist Vertrauen.

Vertraue dir selbst und lass’ los, was nicht funktioniert. Das ist der Weg vom Mindfuck zum Mindshift.

Tue es jetzt, denn es gibt nur ein Gesetz.



HEILKUNST statt bittere Pillen für dein menschliches Herz.  JEDEN MITTWOCH NEU in deinem Postfach.

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Alles ist eine Geschichte

Du kannst nicht über alles entscheiden, was dir widerfährt, aber über die Geschichte, die du darüber erzählst. Nicht die Ereignisse formen deine Wahrheit, sondern die Geschichte, die du dir über die Ereignisse ausdenkst.

»Das kann ich mir gar nicht vorstellen”, oder »Das glaube ich nicht, dass es so einfach ist mit dem Leben” sind Einsprüche, die ich an dieser Stelle oft höre.

Und schon allein mit diesen Sätzen bestätigen Menschen meine Aussage. Denn wenn jemand sagt, dass er sich etwas nicht vorstellen oder glauben kann, bestätigt er damit, dass er sich gedanklich im Bereich von Geschichten befindet, denn er stellt sich etwas vor oder er glaubt etwas. Mit Wissen hat beides nichts zu tun. In meinem neuen Buch habe ich ausführlich meinen Standpunkt dargelegt, dass wir immer nur Geschichten erzählen. Und das, was ich dir gerade hier in diesem Blogbeitrag erzähle, ist auch nur eine Geschichte.

Dr. Timo Eifert   Mit dem Herzen denken FB

Drei Wege des Glaubens

Dir stehen immer drei mögliche Wege offen. Der erste Weg besteht darin, eine Geschichte zu übernehmen und zu glauben. Der zweite Weg besteht darin, eine Geschichte nicht zu übernehmen und nicht zu glauben. Und der dritte Weg besteht darin, an deine eigene Geschichte zu glauben. Doch egal für welchen Weg du dich entscheidest, es bleibt immer ein Weg des Glaubens.

Wir leben nicht in einer Welt, die sich in Glaube und Wissenschaft spaltet, auch nicht in Gläubige und Nicht-Gläubige, in Esoteriker und Nicht-Esoteriker oder in Spirituelle und Nicht-Spirituelle. Wir glauben alle und wir glauben immer, einfach nur an unterschiedliche Geschichten. Und das aus einem simplen Grund, weil wir die absolute Wahrheit nicht kennen. 

Wir haben also zwei Möglichkeiten, unser Leben zu leben: Aus der Geschichte der anderen oder aus unserer eigenen Inspiration.

Du musst dich also nicht für die richtige Geschichte entscheiden. Du darfst dich für die hilfreichste Geschichte entscheiden.

Unterschiedliche Geschichten führen einfach nur zu unterschiedlichen Wahrheiten. Vergleiche doch einmal die folgenden zwei Geschichten.

Geschichte 1: Du bist ein biologisches Wesen

Du könntest dich als ein chemisches Geschöpf betrachten, als ein »logisches, biologisches Ereignis«, dass aus zwei unterschiedlichen Zellen hervorgegangen ist.

Wenn du dich als ein chemisches Geschöpf ansiehst, dann hättest du zu einem etwaigen größeren Prozess des Lebens nicht mehr Verbindung als jede andere chemische oder biologische Lebensform.

Wie alle anderen erginge es dir so, dass das Leben zwar massiv auf dich einwirken würde, du jedoch nur sehr wenig auf das Leben einwirken könntest. Du hättest keinen Einfluss darauf, was dir in deinem Leben zustößt. Alles wäre vom puren Zufall bestimmt. Du könntest zwar neues Leben hervorbringen, so wie biologische Geschöpfe sich eben vermehren, aber du könntest nicht so erschaffen, wie das Leben Dinge erschafft, oder wie es sich in jedem Augenblick manifestiert. Alles wäre bestimmt von Genen, deine Emotionen wäre nicht mehr als ein chemisches Gemisch in deinem Blutkreislauf. Deine Erinnerungen nicht mehr als eine abgesicherte Information in der grauen Masse deines Gehirns. Du würdest dich als ein Wesen betrachten, das von seinen Gewohnheiten und Instinkten gesteuert ist und dem nur die Ressourcen zur Verfügung stehen, die seine Biologie bereitstellt.

Du würdest sicherlich anerkennen, dass du über mehr Fähigkeiten verfügst als eine Schildkröte, weil dich deine Biologie in dieser Hinsicht besser ausgestattet hat. Du würdest außerdem vermutlich davon ausgehen, dass du über mehr Fähigkeiten verfügst als ein Affe oder ein Delfin (aber im Vergleich zu diesen beiden Spezies wohl nicht über so viel mehr). Doch mehr als diese materiellen biologischen Fähigkeiten und Ressourcen würdest du für dich nicht sehen. Denn wo sollen diese Fähigkeiten herkommen? 

Geschichte 2: Du bist ein spirituelles Wesen

Du könntest dich aber auch als ein Wesen betrachten, das eine biologische Masse bewohnt – das, was man einen »Körper« nennt. Würdest du dich in dieser Art und Weise betrachten, würdest du davon ausgehen, dass du mit Kräften und Fähigkeiten ausgestattet bist, die jene eines einfachen chemischen Geschöpfes weit übersteigen. Zum Beispiel die Fähigkeit, deine eigene Realität zu erschaffen.

Außerdem würdest du als ein solches Wesen wissen, dass du aus einem bestimmten Grund hier (also auf der Erde) bist. Dabei handelt es sich um eine hoch fokussierte Bestimmung, die nichts mit deiner beruflichen Karriere, deinem Einkommen, deinen Besitztümern und Leistungen oder anderen äußeren Umständen deines Lebens zu tun haben. Du würdest wissen, dass deine Bestimmung mit deinem inneren Leben zu tun hat, dass es aber durch- aus eine Auswirkung auf dein äußeres Leben hat. Auch diese Geschichte könntest du über dich erzählen.

Welche Geschichte macht dich glücklich

Beides sind einfach nur Geschichten. Es sind unterschiedliche Perspektiven und führen damit zu einer unterschiedlichen Realität und zu einer unterschiedlichen Wahrheit. Und – sie machen ein unterschiedliches Gefühl.

Die Geschichte 1 ist die Geschichte einer kalten Welt, einer streng biologischen Welt, wo der Stärkere den Schwächeren frisst, ohne Sinn und Bedeutung. Es ist die Geschichte einer Welt, der man nur misstrauen kann, wo Feinde und Gefahr jederzeit lauern können. Eine Welt, die wir nicht verstehen können, der wir uns hilflos ausgesetzt fühlen und eine Welt, in der wenig Hoffnung besteht. 

Geschichte 2 malt dagegen ein deutlich positiveres Bild. Es ist eine Welt, in der menschliche Wesen sich zum Ausdruck bringen und einen Sinn verfolgen. Sie folgen einer Spur, die sie in sich entdecken und vertrauen sich einer positiven Kraft und Intelligenz an, an die sie glauben. Sie sind hoffnungsfroh, egal was auch passiert.

Welche Geschichte richtig ist, wissen wir nicht. Es kann auch noch tausend andere Geschichten geben, und die gibt es auch. Die Buchläden sind voll davon. Die entscheidende Frage ist, welche Geschichte dir hilft, ein glückliches Leben zu führen.

Ist es eine Geschichte, die von Vertrauen in eine positive Intelligenz handelt und damit von Hoffnung, oder ist es eine Geschichte, die von Misstrauen handelt und damit von Leid und Verzweiflung?

Du darfst entscheiden: Verzweiflung oder Hoffnung?

Die Gefühle von Wut und Verzweiflung können nur in einer Geschichte entstehen, die ohne Hoffnung ist. Ich persönlich könnte die Tagesschau am Abend ohne Hoffnung nicht aushalten, ohne ständig zu weinen und zu verzweifeln. So viel Leid geschieht um und in uns. Ich will mir ein Leben ohne Hoffnung nicht vorstellen und ich glaube, dass alles einen Sinn hat, nur dass unsere aktuelle Perspektive zu klein ist, um das zu verstehen. Wir können ja später auf der Wolke darüber diskutieren. Jetzt bleibt uns allein der Glaube.

Und weißt du, was mich absolut positiv stimmt? Wir müssen nicht ohne Hoffnung leben. Wir können schon, aber wir müssen nicht. Hoffnung ist auch nur eine Geschichte. Hoffnung ist eine Geschichte, die wir glauben. Bleibt uns eigentlich etwas anderes übrig, als an eine Geschichte der Hoffnung zu glauben?

Nein.

Das heißt, ja, natürlich bleibt uns etwas anderes übrig. Wir können auch nicht an eine Geschichte der Hoffnung glauben. Probiere es einfach aus. Tu' mir einen Gefallen und spring' über deinen Schatten. Einfach drüber hüpfen, über alle blöden Geschichten, und probiere aus, wie es sich anfühlt, wenn du eine wundervolle Geschichte über dich und die Welt erzählst und beginnst, dieser Geschichte zu vertrauen.

An Hoffnung glauben ist nicht esoterisch, sondern schlau.

Ich weiß, für einen Rationalisten ist das eine Herausforderung. Aber weißt du was – ich bin auch ein Rationalist. Und ich habe es probiert. Einer schönen Geschichte über mich und einer positiven Kraft im Universum zu vertrauen, fühlt sich einfach großartig an und macht mich zu einem Menschen, der einen positiven Einfluss auf andere Menschen hat. Nicht, weil ich dir eine Geschichte erzähle, sondern weil ich die Hoffnung habe, dass am Ende doch alles gut ist. Mit diesem Glauben kann ich die Welt annehmen wie sie ist, und ich kann die Menschen so annehmen, wie sie sind. Ich kann mir kein schöneres Geschenk vorstellen, welches man anderen Menschen machen kann, als sie so anzunehmen, wie sie sind.

Und ich habe auch schon das Gegenteil ausprobiert. Ich habe auch schon Jahre damit verbracht, schlechte Geschichten über mich und über die Welt zu erzählen und habe nicht an eine positive Kraft geglaubt, geschweige denn dieser vertraut. Und es kommt dabei ein völlig anderes Ergebnis heraus. Und das war überhaupt nicht schön. Das ist eine jämmerliche Existenz mit Gefühlen voller Wut, Angst, Verzweiflung und Misstrauen.

Der entscheidende Punkt ist: Unsere Hoffnung und unser Vertrauen haben keine wissenschaftliche Grundlage, so wie alle anderen Geschichten auch. Es ist deine simple Entscheidung für oder gegen Hoffnung und Vertrauen, die alles, absolut alles, schlagartig verändert. Es ist nämlich das Ende von Wut und Verzweiflung. Es gibt nicht viele Sicherheiten auf der Welt, aber ich habe noch von niemanden gehört, der mit Hoffnung eine schlechte Erfahrung gemacht hat.

Mit dem Herzen denken

Ich glaube fest daran, dass ich auf jeden Fall mehr bin als ein Körper und ein Verstand, der sich Geschichten erzählt. Und zu dieser Einsicht hat mir mein Verstand verholfen. Denn bei genauerer Betrachtung unserer Biologie, der Physik, insbesondere der Quantenphysik, fällt es doch schon sehr schwer, nicht an eine positive Kraft im Universum zu glauben. Genauso ergeht es mir, wenn ich durch die Natur streife. Was soll das Ganze? Warum diese Schönheit, diese Kraft und Ruhe, die so absolut wohltuend ist? Für mich ist das wie ein Beweis einer positiven Kraft. Und dieser Intelligenz vertraue ich. Und mein Herz sagt ganz laut JA dazu, das spüre ich. Als Arzt und Naturwissenschaftler denke ich mit dem Kopf, glauben tue ich mit meinem Herz. So biete ich meinem Herzen unterschiedliche Geschichten an, die von meinem Verstand stammen, aber mein Herz entscheidet, welcher Geschichte ich folge. Und ich habe auch einen Begriff dafür: Mit dem Herzen denken.

Diese Perspektive ermöglicht mir, mich zu befreien und Zuversicht, Mitgefühl, Liebe und Enthusiasmus zum Bestandteil meines Lebens zu machen.

 Und deshalb ist es mir auch völlig egal, ob meine Perspektive richtig ist, sie fühlt sich einfach nur großartig an und macht mich zu einer Hilfe für andere Menschen – und das ist für mich entscheidend.

Sobald du eine hoffnungsfrohe Entscheidung für dich triffst, werden Kräfte und Energien aktiviert, die dich unterstützen, egal was du tust.

Und das ist keine Geschichte. Das ist meine persönliche Erfahrung. 

Rationalisten vertrauen, nicht weil sie es besser wissen, sondern weil es klug ist ;-)


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Wie viele Menschen hast du denn schon geheilt,...

.... fragte mich mein bester Freund, als er von seiner Weltreise zurückkehrte.

Diese Frage traf mich wie ein Blitz, denn schlagartig wurde mir dabei bewusst, dass irgendetwas schief lief.

Ich bin Arzt geworden mit der festen Absicht, Menschen zu heilen. Wenn ich jedoch die Frage meines besten Freundes ehrlich beantworten will, sieht die Bilanz ernüchternd aus.

Ich habe noch nie einen Menschen geheilt. Als Notarzt habe ich schon vielen Menschen das Leben gerettet, aber richtig geheilt habe ich noch nie.

Ich hätte es wirklich gerne getan, aber es ging nicht. Und es wird auch in Zukunft nicht gehen. Glücklicherweise hat das nichts mit meinem therapeutischen Geschick zu tun, sondern mit der simplen Tatsache, dass kein Mensch einen anderen Menschen heilen kann.

Heilen kann nur der Körper

Ärzte brauchen wir nicht zum Heilen, sondern um den Heilungsprozess zu unterstützen und um Menschen das Leben zu retten, z.B. nach einem schweren Verkehrsunfall oder nach einem Herzinfarkt.

Nicht einmal einen gebrochenen Arm kann ein Arzt reparieren oder heilen. Er kann mit seiner fachlichen Kompetenz und seinen technischen Möglichkeiten lediglich Bedingungen schaffen, unter denen die Selbstheilungskräfte des Patienten optimal wirksam werden und die gebrochenen Knochen wieder gut zusammenwachsen.

Allgemeiner ausgedrückt heißt das: niemand kann einen anderen Menschen gesund machen. Jede Heilung ist immer und grundsätzlich Selbstheilung.

ANTI STRESS MEDIZIN Kopie

Die zwei Phasen der Heilung

Alle Verletzungen und Krankheiten verlaufen in zwei Phasen: Es gibt eine Stressphase und eine Heilungsphase.

Wenn du dich mit einem Messer in den Finger schneidest, ist das die Stressphase. Diese Stressphase aktiviert deine Blutplättchen und andere hilfreiche Körperzellen, sodass die Blutung ganz von allein wieder aufhört und sich die Wunde verschließt. Ist der Stress dadurch abgeklungen, beginnt dein Körper mit der Heilungsphase.

Ist der Schnitt tiefer, brauchst du in der Stressphase ärztliche Unterstützung. Vielleicht müssen tiefere Schichten genäht werden, aber sobald auch diese Stressphase überstanden ist, fängt dein Körper mit der Selbstheilung an.

Entzündet sich die Wunde, bleibt die Stressphase bestehen und die Heilung kann weiterhin nicht beginnen. Auch hier brauchst du weitere ärztliche Unterstützung. Ein Antibiotikum muss zuerst die Erreger in der Wunde abtöten, aber dann kann wirklich die Heilung beginnen.

Dieses einfache Beispiel soll dir verdeutlichen, dass Stress immer der Heilung im Wege steht.

Stress steht der Heilung im Wege. Immer.

Die ärztliche Aufgabe besteht also darin, den Patienten in der Stressphase zu unterstützen. In der Heilungsphase wird kein Arzt mehr benötigt. Diese läuft ganz von allein ab, sobald der Stress verschwunden ist.

Stress ist nichts anderes als ein Störfaktor, der der Selbstheilung im Wege steht. Unser Körper unternimmt normalerweise alles ihm Mögliche, um sich selbst in ein gesundes (überlebensfähiges) Gleichgewicht zu bringen – und sich, falls erforderlich, selbst zu heilen.

Es sei denn, er wird dabei gestört, also gestresst.

Um zu heilen, sollten wir die Ursache des Stresses finden und ihn eliminieren. Bei einem gebrochenen Bein ist das einfach. Das, was das Bein davon abhält, zu heilen, ist eine große Lücke zwischen den beiden Knochenenden. Also wird das Bein operiert oder so eingegipst, dass die beiden Knochenenden ganz nahe zusammenkommen. Damit ist der Stress (hier: die Lücke) verschwunden und die Heilung kann beginnen.

Das gleiche Prinzip gilt auch im Notfall. Meine wichtigste Aufgabe als Notarzt ist es, im Einsatz Ruhe auszustrahlen; ganz egal, in welche Situation ich komme, ob Verkehrsunfall, Geburt oder Herzinfarkt. Das Einzige, was hilft und den Patienten weiterbringt, ist, den Stress zu beseitigen. Natürlich muss ich dafür auch manchmal invasive Maßnahmen ergreifen, denn wenn jemand nicht atmet, ist genau das der größte Stressfaktor des Körpers. In diesem Fall besteht die wichtigste Maßnahme, um für Ruhe und Entlastung zu sorgen, in der Beatmung des Patienten. In anderen Fällen ist es die Stabilisierung des Kreislaufs, die Schmerztherapie oder einfach auch nur ein beruhigendes Wort, aber immer geht es darum, den Stress aus der Situation zu nehmen.

Dauerstress macht krank

Bei akuten Erkrankungen ist Stress die Folge von schädigenden Einflüssen. Sobald der Stressor eliminiert ist, beginnt die Heilung.

Bei chronischen Erkrankungen ist das anders. Hier ist der Stress der Auslöser von Krankheit. Chronisch erkrankt heißt, dass der Körper sich nicht heilen oder erholen kann, weil er dauerhaft dabei gestört wird.

Irgendetwas stresst ihn, und zwar ordentlich. Dauerstress macht uns über zwei unterschiedliche Wege krank. 

Der direkte Weg zur Krankheit

Dauerstress kann uns direkt krank machen, in dem er unsere natürlichen Selbstheilungskräfte herabsetzt. So kommt es zur vorzeitigen Alterung, weil unsere Zellen nicht mehr regenerieren; zu gehäuften Infekten und Krebserkrankungen, weil unsere Immunabwehr geschwächt ist; oder zu Herzinfarkten durch die dauerhafte Einwirkung von Stresshormonen.

Dieser Stress ist einer der größten Saboteure der Selbstheilung, er ist so etwas wie ihr natürlicher Gegenspieler. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat Stress (und seine Verwandten) schon vor einiger Zeit als einen der größten Krankheitsverursacher im 21. Jahrhundert ausgemacht. In wenigen Jahren (bis 2020), so die Prognose, wird Stress die unangefochtene Nummer 1 sein, und zwar weltweit.

Der indirekte Weg zur Krankheit

Dauerstress kann uns aber auch indirekt krank machen. Nämlich durch die Nebenwirkungen der Hilfsmittel, die wir gegen Stress einsetzten. Der Mensch ist ja nicht dumm, er weiß sich zu helfen.

Es gibt einige Stoffe, die unserem Körper, vor allem unserem Gehirn helfen, mit dem Stress umzugehen, den wir in unserem Leben haben. Dazu gehören Fett, Zucker, Koffein, Nikotin, Alkohol und viele andere Drogen. Alle haben sie die gleiche Funktion: sie sollen uns entlasten. Sie belohnen und erleichtern uns und unser gestresstes Gehirn.

Wer greift zu mehr Zucker und Fett, als er braucht?

Menschen, die gestresst sind. Sei es durch ihre Arbeit, durch andere Menschen, durch Langeweile, durch Frust oder durch sich selbst?

Wer greift zu Koffein und anderen Stimulanzien? Wer greift zu Alkohol und Nikotin?

Menschen, die gestresst sind.

Wer greift zu Drogen?

Menschen, die gestresst sind.

Stress ist Krankheitsursache Nur. 1

Die großen Volkserkrankungen wie Übergewicht, Adipositas, Bluthoch- druck und Diabetes, ganz zu schweigen von den rasant ansteigenden Fällen von Burn-out, Angststörungen, Depressionen und Suchterkrankungen sind alles stressbedingte Erkrankungen.

Hilft es nun, einem übergewichtigen Menschen zu empfehlen, eine Diät oder ein strenges Bewegungsprogramm zu absolvieren?

Hilft es nun, einem Raucher zu empfehlen, mit dem Rauchen aufzuhören?

Nein. Warum gibt es so viele Diätbücher, so viele Sportprogramme, so viele Entzugskliniken? Weil das alles nichts hilft. Solange wir nicht die Ursache des Stresses finden und eliminieren.

Jemandem, der stressbedingt übergewichtig wird, weil das Essen ihm eine Entlastung und Erleichterung verschafft, helfe ich doch nicht damit, dass ich ihm sein wichtigstes Hilfsmittel zur Bewältigung seines Alltags nehme.

Die einzige Hilfe, die wir geben können, besteht darin, dass wir diesen Prozess erkennbar und bewusst machen und die wahre Stressursache finden. 

Menschen haben kein Verhaltensproblem. Menschen haben ein Stressproblem.

Menschen haben ein Problem mit ihrem Leben. Ein Leben, das sie krankmacht. Ein Leben, das sich anfühlt wie ein ständiger Kampf.

Wir sind Kämpfer

Stress hat eine natürliche Funktion. Er aktiviert unseren Körper und bereitet ihn für den Kampf vor. Die Atmung beschleunigt sich, Puls und Blutdruck steigen, Fette und Zucker werden aus den Energiedepots des Körpers in die Blutbahn abgegeben, damit Energie für die Muskulatur zur Verfügung steht.

Aber gegen wen kämpfen wir eigentlich?

Wir kämpfen gegen Geschichten.

Geschichten sind kulturelle Regeln in Sachen Liebe, Familie, Berufswahl, Religion, Erfolg und Erfüllung, die die Maßstäbe setzen, wer wir sein sollten, was wir tun sollten und wer wir sind.

Befolgen wir diese Regeln, gehören wir zwar dazu, sind brav und angepasst. Aber diese Anpassung hat ihren Preis, wir kämpfen gegen uns selbst, gegen das, was wir wirklich wollen und sind.

Wenn sich dein Leben anfühlt wie ein Kampf, hat das nur eine Ursache: Du folgst blind den Regeln und Geschichten der anderen, anstatt deinen eigenen Verstand zu nutzen, auf dein eigenes Gefühl zu hören und deinem eigenen Herzen zu folgen.

Respekt, bitte?

Wenn du schon kämpfst, dann kämpfe nicht gegen dich selbst, sondern für dich selbst. Werde zum Revolutionär. Ändere die Regeln für dein Leben.

Mit dem Kampf gegen dich selbst bleibt der Stress.

Mit dem Kampf für dich selbst verschwindet der Stress.

Wir alle treiben in einem kolossalen Meer aus Geschichten, Regeln,Überzeugungen und Routinen. Manche davon sind schön und bringen uns Freude, die meisten davon stressen uns, haben keinerlei Nutzen oder lähmen uns sogar.

Und so wie der Fisch der Letzte ist, der erkennt, dass er in einer Substanz schwimmt, die man Wasser nennt, sind auch wir oft lange blind für die vielen kulturellen Regeln, die ich als Geschichten bezeichne, die unser Leben dominieren und beeinflussen.

Warum folgen wir eigentlich so hörig und angepasst den kulturellen Regeln unserer Eltern, der Gesellschaft, unserer Lehrer und Chefs?

Sollen wir ehrlich miteinander sein?

Es ist einfacher, aber es macht uns krank.

Werde endlich erwachsen. Das heilt.

Jeder reife Mensch entwickelt irgendwann seine eigenen Überzeugungen, seine eigenen Vorstellungen und seine eigenen Lebensregeln – die Frage ist nur, ob er auch danach handelt.

Tun wir es nicht, haben wir ein Problem. Wenn wir unseren eigenen Maßstäbe, was wir für richtig halten, zuwiderhandeln, wenn also unser Handeln mit unseren eigenen Überzeugungen kollidiert, dann handeln wir unseren Urteilen und Überzeugungen zuwider, dann verraten wir unseren eigenen Verstand.

Dieser Verrat des eigenen Verstandes schadet uns mehr als jede äußere Zurückweisung oder Ablehnung, vor der wir uns eigentlich fürchten.

Denn dadurch verlieren wir den Respekt vor uns selbst und unsere Selbstachtung. Und wer sich nicht selbst respektiert, der geht auch nicht respektvoll mit sich um.

Ich bin heute davon überzeugt, dass die meisten Probleme, die wir im Umgang mit uns selbst haben, also wie wir selbst mit uns reden, wie wir selbst mit uns umgehen, wie wir uns ernähren und pflegen, mit dem Respekt vor uns selbst zu tun haben.

Wir betteln immer um die Anerkennung und den Respekt der anderen, aber es gibt nur einen Respekt, der im Leben etwas zählt: der Respekt vor uns selbst. 

Burn-out entsteht durch "Ja" sagen und "Nein" meinen

Wenn du heute Menschen triffst, die eine große Klarheit und innere Ruhe ausstrahlen, hat das damit zu tun, dass sie das sagen, was sie denken und das tun, wovon sie überzeugt sind. Es ist die Ausstrahlung und Kraft des Selbstrespekts. Das Gegenteil davon ist das, was wir heute als Burn-out bezeichnen, ein inneres ausbrennen.

Burn-out entsteht nicht durch zu viel Arbeit. Burn-out entsteht, wenn wir zu viel »Ja« sagen, obwohl wir »Nein« meinen. Burn-out entsteht, wenn wir das Gefühl haben, dass wir nach den Regeln anderer leben und nichts dagegen tun können. Burn-out entsteht, wenn wir keinen Sinndarin sehen, was wir tun.

Der Verlust des Respekts vor uns selbst ist einer der größten Stressfaktoren und damit Krankheitsursache des Menschen.

Aber wir können etwas dagegen tun. Wir können unsere eigenen Regeln aufstellen und danach leben. Mit Sicherheit hat das Konsequenzen. Vielleicht weniger Geld, vielleicht sogar Arbeitsplatzverlust, vielleicht Scheidung und eine Menge anderer Herausforderungen.

Und ganz ehrlich, du kannst nur gewinnen. Du gewinnst den einzigen Respekt zurück, der etwas zählt: den Respekt vor dir selbst.

Bist du mutig?

Wenn wir keine eigenen Maßstäbe haben, leben wir in einer Welt der Maßlosigkeit. Den Respekt, den wir vor uns selbst verloren haben, müssen wir dann irgendwie kompensieren.

So entstehen die maßlosen Ansprüche an uns selbst, weil wir glauben, nach außen immer perfekt sein zu müssen, immer cool, immer gut drauf, immer erfolgreich. Das ist nichts anderes als ein riesiges Täuschungsmanöver. Wir spielen ein Versteckspiel. 

Wir streben nach der Anerkennung der anderen, weil wir den Respekt vor uns selbst verloren haben.

So werden wir auch maßlos im Konsum, maßlos im Arbeiten, maßlos im Essen und maßlos im Trinken und damit beginnt auch der Körper, maßlos (dick) zu werden.

Als Lifestyle-Coach auf den Kreuzfahrtschiffen von Hapag-Lloyd, wurde ich immer wieder von Menschen gefragt, was sie gegen die Maßlosigkeit ihres Körpers (Übergewicht/Adipositas) tun könnten.

Meine Antwort damals überraschte die meisten: »Es wird Ihnen nicht helfen, dass Sie den Alkohol und die süßen Törtchen weglassen. Das viele Essen, die Süßigkeiten, der Alkohol, Koffein und Nikotin sind nämlich aktuell Ihre einzigen Werkzeuge, mit denen Sie dem Stress in Ihrem Leben Herr werden. Es sind Ihre Hilfsmittel, um Ihren Alltag überhaupt zu überstehen. Was glauben Sie? Würde der Stress in Ihrem Leben abnehmen oder zunehmen, wenn ich Ihnen jetzt empfehle, auf Zucker, Fett, Alkohol, Koffein und Nikotin zu verzichten?«

Die Antwort war immer eindeutig. Nein, diese Art von Verzicht hilft nicht, den Stress loszuwerden. Deshalb scheitern auch alle Diät-, Bewegungs- und Entzugsprogramme. Sie entlasten nicht, sie erhöhen den Stress sogar.

Mein Weg der Anti-Stress-Medizin

Ich helfe keinem Menschen, indem ich ihm die Werkzeuge wegnehme, die ihm helfen, seinen Alltag zu erleichtern. Ich helfe ihm, indem ich ihn unterstütze, sein Leben zu verändern und vor allem sich selbst zu verändern, mutiger zu werden, nach seinen eigenen Regeln zu leben, seinem eigenen Maßstab zu folgen, wodurch die Maßlosigkeit automatisch ein Ende hat.

Chronische Krankheiten und vor allem die Maßlosigkeit des Körpers (sprich: Übergewicht und Adipositas) sind ein eindeutiger Indikator dafür, dass Menschen nicht nach ihren eigenen Regeln leben und den Urteilen und Geschichten anderer mehr Bedeutung schenken als ihren eigenen.

Wir stehen ja heute im Zeitalter des Populismus, in dem wir uns immer nur nach Zustimmungswerten richten. Man könnte sagen, wer keinen Wert in sich selbst sieht, der muss sich nach Zustimmungswerten richten: das heißt aber, er verbiegt sich ständig, er verrät sein eigenes Herz.

Krankheit ist der Schrei eine kranken Herzens

Maßlosigkeit ist der Schrei des eigenen Herzens, das nicht bekommt, was es braucht: Liebe und Respekt. Und weil wir nicht bekommen, was wir brauchen, nehmen wir uns das, was wir kriegen: Ersatzbefriedigungen.

Vordergründig erscheint es uns so, dass wir durch einen Lebensstil krank werden, den die absolute Mehrheit auch führt. Nur weil alle Bluthochdruck, Diabetes und Übergewicht haben, erscheint es uns normal. Nur einer kleinen Minderheit fällt auf, dass ganze Generationen es verlernt haben, gut und respektvoll mit sich selbst umzugehen und ihre Wut und Trauer durch einen süßen und fettigen Lebensstil kompensiert haben.

In Wahrheit stirbt der Mensch also an seinem gebrochenen Herzen, gegen dessen Stimme er im Leben immer handelte, weil er die Stimme der anderen für wichtiger hielt. Es klingt sehr bitter, aber der Verrat am eigenen Herzen ist die wirkliche Krankheitsursache der meisten Menschen, die nie den Mut fanden, ihr eigenes Leben zu leben.

Anti-Stress-Medizin ist Heilung für das menschliche Herz.



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Die Erfindung der Wahrheit

Woran kann ich mich orientieren?

Die Erfindung der Wahrheit ist eine Realität, der wir uns stellen dürfen. Ich bin der Überzeugung, dass ich zwar alles denken kann, aber nichts absolut sicher wissen kann. Ich kann nur Geschichten erzählen oder Geschichten glauben, die ich oder ein anderer Mensch erfunden hat. Dabei spielt es für mich keine Rolle, ob es sich um eine wissenschaftliche oder um eine religiöse Geschichte handelt. Denn mit absoluter Sicherheit können wir die Wahrheit einer Geschichte nicht beweisen. Nie. Das einzige, was wir tun können, ist an eine Geschichte zu glauben.  Und sobald wir eine Geschichte glauben, nennen wir sie die Wahrheit. So machen wir Menschen das. Wir erfinden die Wahrheit.

„Deine Wahrheit ist eine Geschichte, die Du über Dich glaubst."

Diese Erkenntnis hat für mich eine enorme Konsequenz. Denn es ergibt sich daraus die Frage, woran ich mich in meinem Leben orientieren kann?

Was ist das Beständige in mir, wenn meine Gedanken kommen und gehen, wenn meine Geschichte nichts anderes ist als eine Möglichkeit von vielen, wenn die graue Masse in meinem Kopf ihre Erinnerungen und Erfahrungen nutzt, um den Dingen und Erlebnissen, die scheinbar vor mir liegen, willkürlich eine Bedeutung zu geben?

Ich bin mehr als eine Geschichte

Es gibt Momente, da sehe ich es ganz klar vor mir. Ich sehe den Unterschied zwischen mir und meiner Geschichte. Ich erlebe mich als Selbst, das in einem Körper wohnt, den meine Geschichte als »Ich« bezeichnet, sehe und erlebe meine Möglichkeit, diese Geschichte zu gestalten. Es ist alles möglich. Dieses »ICH« kann sich klein denken, kann sich groß denken. Es kann alles denken. Diese menschliche Fähigkeit ist unsere größte Last und gleichzeitig unser größtes Geschenk.

Solange wir nicht den Unterschied erfahren zwischen unserem Selbst und unserer Geschichte, wird die Geschichte zur Last. Sobald wir jedoch uns selbst hinter unserer Geschichte entdecken, wird das Leben zu einem Spiel, dem wir zuschauen und in dem wir mitspielen können.

Das Leben ist bedeutungslos

Ich glaube das Leben ist vollkommen bedeutungslos. Und das meine ich in einem absolut positiven Sinn. Das Leben, das wir leben, die Geschichte, die wir über uns erzählen, hat nur eine Bedeutung für das »ICH«, weil es seine Geschichte ist. Für das große Ganze ist diese Geschichte jedoch völlig bedeutungslos. Deshalb ist das Leben auch nicht schrecklich. Wir beobachten einfach nur die Variationsbreite des Möglichen. Warum das so ist? Keine Ahnung. Darüber können wir nur philosophieren und an etwas glauben, das über diese Geschichten hinausgeht. Und das tue ich.

Ich erlebe dieses Selbst hinter meiner Geschichte, hinter meinen Gedanken. Dieses Selbst wohnt in meinem Körper, macht diese materielle Zellmasse lebendig.

Wahrheit ist die Erfindung eines Luegner 874x543

Wer stirbt, wenn wir sterben?

Ich glaube nicht an die Heiligen drei Könige. Ich glaube an Selbst, Körper und Geschichte.

  • Es gibt ein Selbst.
  • Es gibt einen materiellen Körper. 
  • Es gibt eine Geschichte.

Diese Dreiheit wird für mich deutlich wahrnehmbar, wenn ich mir über meinen Tod Gedanken mache. Wer oder was stirbt, wenn ich sterbe? Kann mein Selbst sterben? Nein. Es ist der unsterbliche Anteil in mir, der dem Körper entweicht und damit lebendige Materie in tote Materie verwandelt.

Kann der materielle Körper sterben? Nein. Der ganze Körper, alle seine Organe, alle seine Zellen und seine Moleküle bestehen aus Atomen. Atome können nicht sterben. Sie können sich nur neu formieren.

Was stirbt also, wenn ich sterbe? Das »ICH« stirbt. Die Geschichte stirbt.

Und ich finde es unglaublich tröstlich, wenn ich das gleiche Szenario für das menschliche Leiden durchdenke.

Wer leidet, wenn wir leiden?

Wer leidet, wenn ein Mensch leidet? Kann das Selbst leiden? Nein. Wie in so vielen Nahtoderlebnissen beschrieben, ist es der stille Beobachter, der weder Schmerz kennt, noch Leid. Dieser stille Beobachter ist das, was wir wirklich sind. Reines Bewusstsein. Reines Selbst. Reines Selbstbewusstsein.

Kann die Materie des menschlichen Körpers leiden? Nein. Sie verändert sich nur.

Wer leidet also? Die Geschichte leidet.

Die körperliche Materie und unsere Geschichten sind die Spielwiese des Selbst, mit dem das Leben alle möglichen Erfahrungen machen kann. Und das tut es. Die Welt ist nicht schlecht. Das glaube ich nicht und will es auch nicht glauben. Vielleicht ist unsere Perspektive einfach nur zu klein?

Woran soll ich mich also jetzt orientieren?

Meine Geschichte ist bedeutungslos, aber sie ist möglich. Das gibt mir eine große Leichtigkeit. Sie kann ich gestalten. Und das tun wir immer, egal, ob wir etwas tun oder ob wir nichts tun. Es resultiert daraus immer eine Erfahrung, die unser Selbst macht.

Es resultiert das, was ist. Es ist nicht bedeutsam, welche Geschichte wir leben, welche Geschichte wir über uns erzählen. Bedeutsam ist, dass Geschichten gelebt werden. Vielleicht sind wir einfach nur dazu hier. Welche Geschichte, ist völlig egal. Wir können mit dem Leben nicht scheitern. Wir leben einfach nur eine von unendlich vielen Möglichkeiten. Und wir entscheiden, wie wir diese Möglichkeit nutzen. Alles ist gut. Alles ist möglich, vom Mörder bis zum Heiligen. Manche Menschen entscheiden sich für rechts, manche für links.

Das ewige Leben des Möglichen. Dramatisch ist nur die Geschichte, die wir über das Mögliche erzählen.

Die Erfindung der Wahrheit braucht einen Körper

Der Körper hat eine simple Rolle. Mit ihm setzen wir unsere Geschichte in die Tat um. Mit ihm bringen wir unsere Geschichten in das Leben. Ohne Körper gäbe es nur ein Drehbuch, aber keinen Film.

Es gibt Menschen, die erzählen sich die Geschichte, dass sie nicht wertvoll sind, und der Körper setzt die Geschichte um. Er liegt in einer Ecke, glotzt auf einen Bildschirm und stopft sich mit Dingen voll, die auch nicht wertvoll sind.

Ist das dramatisch? Nein. Es ist möglich. Die Geschichte ist dramatisch, die wir darüber erzählen. Der Körper ist die Folge der Geschichte. Das Selbst ist rein und beobachtet das Mögliche.

Es gibt Menschen, die erzählen sich die Geschichte, dass sie sich erst lieben können, wenn sie erfolgreich sind, wenn sie spirituell sind oder sonst irgendetwas, womit sie ihre Liebe endlich verdienen.

Ist das dramatisch? Nein. Es ist möglich. Nur die Geschichte ist dramatisch, die wir erzählen. Jeder Mensch ist jedoch mehr als die Geschichte, die er erzählt. Er ist das Selbst hinter der Geschichte. Solange die Liebe zu diesem Selbst von einer Geschichte abhängig ist, ist sie von Bedingungen abhängig. Das ist keine Liebe.

Selbst ist die Liebe

Liebe ist bedingungslos. Der Ursprung der Liebe liegt im Selbst. Das Selbst ist die Liebe. Für diese Liebe müssen wir nichts tun. Es ist unser Geburtsrecht. Das Einzige, was der Liebe im Weg steht, ist eine Geschichte, wer wir sein sollten und was wir tun sollten, um endlich liebenswürdig zu sein. Und diese Geschichte ist nicht wahr, sie ist möglich, aber nicht wahr.

Liebe ist ein spirituelles Geschenk. Wir können sie nicht erdenken und müssen sie uns nicht erarbeiten. Sie ist das Geschenk unseres Selbst, das wir hinter unseren Geschichten finden, das immer auf uns wartet und immer für uns da ist.

Für die Liebe von dir selbst, für deine Selbstliebe, musst du nichts tun.

Das ist meine erfundene Wahrheit. Was ist deine Wahrheit? 


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Bin ich in der Midlife Crisis?

Mit dem Begriff Midlife-Crisis (engl. für »Lebensmittekrise«) meint man einen psychischen Zustand der Unsicherheit im Lebensabschnitt von etwa 40, 45 bis Anfang 50 Jahren.

Bin ich in der Mitte des Lebens angekommen? Ja.

Bin ich in einer Krise? Nein.

Aber zugegeben, die Mitte des Lebens fühlt sich komisch an. Es scheint nicht mehr alles möglich zu sein. Und ich frage mich, was ich wohl verpasst habe und nie mehr nachholen kann. Aber das ist eine ziemlich dämliche Frage, weil sie nach hinten gewandt ist und den Fokus auf das Unwiederbringliche richtet. Das ist der sichere Weg in die Krise und wahrscheinlich der Grund dafür, warum Männer und Frauen in der Mitte des Lebens versuchen, krampfhaft Dinge und Erlebnisse nachzuholen.

Dabei bietet die Mitte des Lebens doch eine riesengroße Chance. Endlich erwachsen und mit einer gewissen Souveränität ausgestattet, kann es doch endlich losgehen. Es geht also eher darum, die richtigen Fragen zu stellen. Die Fragen, die mich weiterbringen.

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Der Nachmittag des Lebens

»Völlig unvorbereitet beginnen wir den Nachmittag unseres Lebens. Schlimmer noch – wir tun dies in der falschen Annahme, dass unsere Wahrheiten und Ideale uns weiterhin dienen wie bisher. Aber wir können den Nachmittag des Lebens nicht nach den Programmen des Vormittags leben. Denn das, was am Morgen noch großartig war, wird am Abend nur wenig bedeuten. Und was morgens noch wahr ist, entpuppt sich abends als Lüge.” (aus dem Film «The Shift” von Wayne Dyer)

Ich habe viele Menschen kennengelernt, die nie wirklich über das Leben nachdenken. »Ich habe zu viel zu tun”, erzählen sie mir. »Das überlasse ich den Schriftstellern, Dichtern, Musikern und Philosophen.” Aus diesem Grund finden sich viele Menschen in einer Welt wieder, in der Dinge vor sich gehen, von denen niemand zu wollen scheint, dass sie passieren.

Ich gehöre nicht zu diesen Menschen. Ich habe schon immer Fragen gestellt. Schon als Kind habe ich mir nachts darüber Gedanken gemacht, was wohl hinter der Welt käme, hinter dem Universum und auch dahinter? Mit diesen Fragen konnte ich das immer gleiche und sehr komische Gefühl produzieren. Ich kam mit meinen Gedanken und Vorstellungen einfach nicht mehr weiter. Und nun stehe ich als Erwachsener wieder vor dieser Frage und stelle fest, dass sich nichts geändert hat. Ich stoße mit meinen Gedanken und Geschichten an eine natürliche Grenze. Mein Kopf scheint also begrenzt zu sein.

Auf der anderen Seite habe ich die Erfahrung gemacht, dass es jedoch Grenzenlosigkeit gibt, z.B. in der Liebe. Liebe überwindet Grenzen. Ist das also nicht der Hinweis dafür, dass wir mit dem Herzen weiterkommen als mit dem Kopf.

Ich mach' mich frei

Für mich wächst, seitdem ich mein Buch (MACH DICH FREI) geschrieben habe, der Verdacht, dass es sich dabei um eine Art Vorbereitung handelt. Ich blicke zurück und schaue auf mein Leben. Ich sehe meinen Weg, der mich zu dem gemacht hat, der ich heute bin. Ich sehe das, was ich erreicht habe und mir heute natürlich die Ruhe gibt, das hier zu schreiben. Und gleichzeitig habe ich das Gefühl, dass es bald einen Abschied gibt. Einen Abschied von einer Zeit des Ehrgeizes. Seit zwei Jahren werde ich ruhiger und ruhiger. Damit geht es mir sehr gut. Der Drang, etwas Großes zu erreichen, noch mehr Geld zu verdienen, berühmt zu werden, der ist irgendwie verschwunden. Damit du mich richtig verstehst, die Träume sind noch da, aber das krampfhafte wollen ist verschwunden. Ich habe auf dem Weg etwas verloren: meinen Ehrgeiz. Nein geizig möchte ich nicht sein, eher gebend. Das habe ich vor allem als Künstler verstanden. Nachdem ich mein Musikalbum geschrieben und produziert habe, habe ich meine Kunst damit belastet, mich und meine Familie zu ernähren. Das war jedoch der sichere Tod meiner Kreativität. Schlagartig hatte ich keine Lust mehr, Konzerte zu spielen, denn nun stand ich nicht mehr als Timo oder als Künstler auf der Bühne, sondern als jemand, der seine Musik verkaufen möchte.

So wurde mir noch einmal sehr deutlich, dass es keinen Sinn macht, für Ziele zu leben. Leben macht Sinn, wenn man aus einer Leidenschaft heraus lebt, die unabhängig ist von Zielen, Bedingungen und Ereignissen. So habe ich ein intensives Gespräch mit meiner Musik geführt und mich anstatt für große Ziele für ein kreatives Leben entschieden. Als Ergebnis dieses Gespräches habe ich mir für meine Musik ein Gelübde.

Mein Gelübde für meine Musik

»Ich bin ein Songwriter und trage damit das nach außen, was in mir ist und nach außen will. Ich gelobe, meiner Musik für den Rest meines Lebens treu zu bleiben. Es geht mir dabei nicht um den Erfolg, denn der Erfolg meiner Musik liegt nicht in meiner Hand. Ich werde meine Kunst unerschrocken umsetzen und dafür leben, unabhängig vom Ergebnis, weil ich mich für ein kreatives Leben entscheide. Ich verspreche meiner Musik, dass sie nicht für meinen Unterhalt aufkommen muss, dass ich aber immer für ihren Unterhalt aufkommen werde. Ich verlange keinen äußeren Ruhm und keine Belohnung für meine Musik. Ich will mein Leben einfach so leben, wie ich es will, so nah wie möglich an der Musik, und so nah wie möglich an der Inspiration. Denn Inspiration ist für mich die Zwiesprache des Menschlichen mit dem Magischen. Ich freue mich über den Erfolg meiner Musik, aber ich brauche ihn nicht. Für mich gibt es nur einen Erfolg: mein Leben nach meinen Vorstellungen zu leben (Sonthofen, 23.09.2016).«

Mit diesem Gelübde stehe ich am Übergang vom Morgen zum Nachmittag meines Lebens. Ich bin jetzt 40. Und ich habe irgendwie das Gefühl, dass ich einen Wendepunkt erreiche, einen Wendepunkt vom Ehrgeiz zur Bedeutung.

Ehrgeiz hieß das Programm der ersten 40 Jahre. Ein Programm, das nach den Regeln der anderen lief, nach den Geschichten von anderen und für die Anerkennung durch andere.

Bedeutung ist das Programm der nächsten 40 Jahre. Ein Programm, das nach meinen Regeln läuft, nach meinen Geschichten und für das, was mir persönlich etwas bedeutet.

Ich könnte den Unterschied auch noch anders bezeichnen. Es geht um den Wechsel von einem Leben aus dem Kopf in ein Leben aus dem Herz. Der Kopf versucht, das Leben zu verstehen, aber nur das Herz kann es erfahren.

Heute bin ich davon überzeugt, dass wir das Leben nicht verstehen können. Deshalb dürfen wir es auch aus dem Herzen leben und nicht aus dem Kopf.

Es gibt in diesem Zusammenhang ein schönes Sprichwort der Sioux:

»Die längste Reise deines Lebens ist die vom Kopf zum Herzen.«

Und für diese Reise muss man gar nicht viel verändern. Manchmal nur die Sichtweise, die Perspektive, die Brille, durch die wir auf unsere Welt schauen, den Standpunkt, die Haltung.

Genau darum geht es in meinem Buch und in meiner Musik: um die Haltung. Die Haltung gegenüber dem Leben. Die Haltung gegenüber anderen Menschen. Die Haltung gegenüber unserer Angst. Die Haltung gegenüber unserer Liebe. Die Haltung gegenüber uns selbst.

Was willst du noch erleben, bevor du stirbst? Das ist die Frage, die ich mir oft gestellt habe. Und dabei kamen keine Ziele an den Tag, keine materiellen Dinge, noch nicht einmal konkrete Erlebnisse, wie ein Fallschirmsprung, den Besuch der Niagara-Fälle oder andere Highlights, die sonst auf der sog. Löffelliste stehen. Also, der Liste, die man unbedingt noch abarbeiten will, bevor man stirbt. Bei mir gibt es nichts mehr abzuarbeiten.

Ich wünsche mir nur eines: Ich möchte alles, was ich tue, mit Liebe tun.

Ich möchte erfahren, wie es sich anfühlt, wenn das Herz so groß ist, dass die ganze Welt reinpasst. Die Welt, so wie sie ist, mit all ihrer Gewalt, mit dem Terror und den menschlichen Verrücktheiten, die wir manchmal nicht verstehen können. Ein Herz, das groß genug ist für Krankheit, Tod und für alle Spielarten des Lebens. Ein Herz, das JA sagt zu allem, was das Leben hervorbringt, denn solange ich NEIN sage zu den Dingen, die das Leben hervorbringt, sage ich auch NEIN zum Leben.

Ich weiß, dass das möglich ist. Es ist deshalb möglich, weil unsere Liebe allein von unseren Geschichten abhängig ist.

Und das hat nichts mit positiven Denken zu tun. Das hat alleine etwas mit unserer Haltung zu tun. Mit der Bedeutung, die wir den Dingen geben, die uns widerfahren.

Aldous Huxley, ein britischer Schriftsteller, schrieb einmal: »Erfahrung ist nicht das, was einem zustößt. Erfahrung ist das, was man aus dem macht, was einem zustößt.«


Bevor ich sterbe

Es wird also Zeit für eine neue Erfahrung. Denn wenn ich irgendwann sterbe, wird ein Teil von mir Fragen stellen. Da bin ich mir ziemlich sicher. Es wird das Kind sein, dass ich bin, und immer in meinem Herzen lebt, nur in den letzten Jahren sehr wenig zu Wort kam. Es wird in meiner Todesstunde da sein und mich fragen:

 »Warum hast du nicht auf dein Herz gehört? Warum hast du auf alle anderen gehört, nur nicht auf mich?”

Und ich, ich werde antworten müssen.

Und ich möchte nicht antworten, dass ich aus Angst nicht auf mein Herz gehört habe. Dass ich aus Angst nicht das Neue gewagt habe, und mich stattdessen an die alten Geschichten geklammert habe, weil sie mir Sicherheit versprochen haben. Ich möchte nicht zu den Menschen gehören, die mit 80 oder 90 Jahren beerdigt werden, aber bereits mit 40 Jahren gestorben sind, weil sie ihr Herz verraten haben.

Und ich will nicht erst mit 60, 70 oder 80 Jahren damit anfangen, auf mein Herz zu hören. Ich will es jetzt wagen. Und irgendwann werde ich sagen: Ich habe mein Ehrgeiz und meine Eitelkeit verloren, dafür aber mein Herz gefunden.

Und eines weiß ich jetzt schon. In dem Moment, wo das Herz so groß ist, dass die ganze Welt hineinpasst, gilt das gleiche auch für mich selbst. In dem Moment, wo wir unser Herz öffnen für alle Möglichkeiten des menschlichen Verhaltens, gilt das auch für uns selbst. Das Herz für andere zu öffnen, öffnet das Herz für mich selbst, für eine bedingungslose Selbstliebe. Das ist mein Weg der Selbstliebe.

Lasst uns beginnen, denn die Zeit vergeht… 

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